Natürliches Aphrodisiakum - 5 Lebensmittel, 5 Pflanzen
Autor*in02.09.2022
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Annette Steiner-Kienzler

Als Apothekerin sind höchste Qualität und Transparenz, beste Inhaltsstoffe und eine wissenschaftliche Basis mein Anspruch. Verfügbare Nahrungsergänzungsmittel auf dem Markt haben mich allesamt nicht überzeugt, weshalb ich die Produkte von qinao entwickelt habe.

Als Apothekerin sind höchste Qualität und Transparenz, beste Inhaltsstoffe und eine wissenschaftliche Basis mein Anspruch. Verfügbare Nahrungsergänzungsmittel auf dem Markt haben mich allesamt nicht überzeugt, weshalb ich die Produkte von qinao entwickelt habe.

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Als Apothekerin sind höchste Qualität und Transparenz, beste Inhaltsstoffe und eine wissenschaftliche Basis mein Anspruch. Verfügbare Nahrungsergänzungsmittel auf dem Markt haben mich allesamt nicht überzeugt, weshalb ich die Produkte von qinao entwickelt habe.

“Aphrodisiakum” ist - es überrascht wenig - eines der am meisten gegoogelten Wörter überhaupt. Wer viel um die Ohren hat oder bereits seit vielen Jahren in einer Partnerschaft ist, erlebt nur allzu oft, dass sich das Liebesleben in gewisser Weise festfährt.

Der Alltagsstress tritt in den Vordergrund, die alltäglichen Diskussionen und der immer wiederkehrende Trott nehmen der Lust den Raum. Nicht wenige erhoffen sich durch ein natürliches Aphrodisiakum wieder neuen Schwung in der Liebe.

Wir wollen dem Thema einen Beitrag widmen und Lebensmittel und Pflanzen vorstellen, die quasi die Leidenschaft als Inhaltsstoff haben.

Was versteht man unter Aphrodisiakum?

Was aber bedeutet aphrodisierend überhaupt? Unter einem Aphrodisiakum versteht man eine Substanz, die unser Lustempfinden steigern soll. Sie wirkt anregend auf unser sexuelles Verlangen und fördert in vielen Fällen auch unsere Durchblutung - denn wenn unsere Geschlechtsorgane stärker durchblutet sind, können wir mehr Lustempfinden genießen. Der Begriff selbst kommt aus dem Griechischen und geht auf die Liebesgöttin Aphrodite zurück.

Aphrodisiaka können Pflanzen, Nahrungsmittel oder auch bestimmte Hormone sein. Es gibt zudem zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel oder Supplemente, die eine aphrodisierende Wirkung versprechen.

Im Ratgeber mehr Lust auf Sex erfährst du mehr zum Thema Lustempfinden.

Aphrodisierende Lebensmittel - Welche Lebensmittel haben eine aphrodisierende Wirkung?

Wir wollen uns in diesem Ratgeber den aphrodisierenden Lebensmitteln widmen und einige vorstellen, denen man eine besonders Libido steigernde Wirkung nachsagt.

Hier einmal fünf aus dem Bereich der pflanzlichen Nahrungsmittel:

Granatapfel: Die knallrote Frucht der Liebe

Der Granatapfel ist bereits seit der Antike für seine aphrodisierende Wirkung bekannt. Er galt bei den alten Griechen sogar als Symbol für die Liebesgöttin Aphrodite selbst. Tatsächlich soll der Granatapfel insbesondere beim Mann einen luststeigernden Effekt besitzen.

Neben vielen Vitaminen enthält die Frucht auch Piperidin, das entzündungshemmend wirkt und die Bioverfügbarkeit unserer Nährstoffe verbessert. Es soll auch verantwortlich für mehr Manneskraft sein. So wird der Granatapfel tatsächlich bei Prostataproblemen und Potenzstörungen eingesetzt.

Die ungefähr faustgroße Frucht enthält dazu aber auch jede Menge Phytoöstrogene, die strukturell dem weiblichen Sexualhormon Östrogen ähneln. Sie gilt in alten Kulturen als Fruchtbarkeitssymbol und soll sogar Wechseljahresbeschwerden lindern.

Kakao als aphrodisierendes Genussmittel?

Kakao galt schon bei den Inkas und Azteken als heiliges Getränk. Einer Legende zufolge trank Azteken-Herrscher Montezuma täglich Schokolade bevor er zu seinem Harem ging.

Dass Kakao für Glückshormone sorgt, ist bekannt. Tatsächlich soll er aber auch die Manneskraft steigern und beiderlei Geschlechtern zu mehr Lust verhelfen. Wissenschaftlich bewiesen ist das zwar nicht, aber durch seinen Gehalt an dem Endorphin Phenylethylalanin lässt Schokolade uns ein wenig glücklicher und leichter fühlen - oft die beste Voraussetzung für ein lustvolles Intermezzo.

Wie du deine Glückshormone steigerst und das auf eine natürliche Art und Weise, erfährst du in einem separaten Beitrag.

Goji Beeren: Das Aphrodisiakum aus Asien

Goji Beeren sind die Liebesfrucht der Asiaten. Auch hier gilt: Wissenschaftlich ist die aphrodisierende Wirkung der kleinen, eher säuerlich schmeckende Beere nicht erwiesen, aber bereits im alten Asien schwor man auf ihre luststeigernde Wirkung.

Ganz allgemein lässt sich sagen, dass die roten Beerenfrüchte über viele wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe und Antioxidantien verfügen und damit für unsere Herz-Kreislauf-System extrem gesund sind. Ihre gesunde Wirkung bringt uns in Schwung und lässt uns fitter fühlen - sicher eine gute Grundlage für ein besseres Lusterlebnis.

Ingwer: Ätherisches Öl als natürliches Aphrodisiakum

Auch Ingwer wirkt als  Aphrodisiakum. Sein ätherisches Öl fördert unsere Durchblutung und erwärmt unseren Körper. Wir fühlen uns dadurch entspannter und dennoch wacher, was sich positiv auf unsere Libido auswirkt. Durch seinen hohen Gehalt an Vitamin C, Calcium, Eisen und Magnesium boostet uns Ingwer zusätzlich. 

Avocado: Aphrodisiakum zum Frühstück

Was vielen so vielleicht noch nicht bewusst war: Auch die Avocado zählt zu den natürlichen Aphrodisiaka. Die grünen Früchte enthalten viele ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E und B6.

Vitamin B6 wirkt regulierend auf unseren Hormonhaushalt. Vitamin E verfügt über viele Antioxidantien und schützt dadurch unsere Zellen vor oxidativem Stress. Der Volksmund bezeichnet es auch als “Fruchtbarkeits-Vitamin”.

So galt die Avocado schon bei den Azteken als natürliches Potenzmittel. Möglicherweise ist daran ihre charakteristische Form auch nicht ganz unschuldig: der Name Avocado stammt nämlich von “ahuacatl”, was so viel wie “Hoden” bedeutet.

Tierisches Aphrodisiakum

Nahrungsmittel mit aphrodisierender Wirkung gibt es auch im nicht-veganen Bereich. Einigen Lebensmitteln tierischen Ursprungs sagt man eine besonders luststeigernde Wirkung nach. Werfen wir einen Blick darauf:

Honig

Honig soll tatsächlich nicht nur in der Küche sondern auch im Schlafzimmer sehr dienlich sein. Insbesondere soll türkischer Honig eine Steigerung der Potenz bewirken können.

So viel können wir dazu sicher sagen: Honig enthält jede Menge Vitamin C, sowie einige B-Vitamine. Besonders das Vitamin B6 trägt zu einer Regulierung unserer Hormontätigkeit bei. Zusätzlich ist Honig reich an Kalzium, das für eine funktionierende Signalübertragung zwischen den Nervenzellen beiträgt. Das, in Kombination mit der guten Funktion unserer Hormone, kann unserer Lust tatsächlich zuträglich sein.

Das englische Wort für Flitterwochen, nämlich “Honeymoon”, hat seinen Ursprung in eben diesem Glauben an die aphrodisierende Wirkung des Honigs.

Austern

Austern sind vermutlich der Klassiker unter den tierischen Aphrodisiaka. Sie gelten geradezu als Symbol für die Lust. Die Meeresfrüchte enthalten sehr viel Zink und Eiweiß, worin ihre luststeigernde Wirkung beruht. Das Zink trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Testosteronspiegels beim Mann bei - Austern steigern also tatsächlich die Potenz. In Verbindung mit dem Protein sind Austern ein perfektes Aphrodisiakum.

Allerdings müssen es, um in den Genuss dieser Wirkung zu kommen, nicht zwingend die sehr teuren Austern sein: auch andere Meeresfrüchte wie Garnelen, Krebse oder Miesmuscheln verfügen über die Zink-Eiweiß-Kombination und wirken daher vergleichbar.

Aphrodisierende Pflanzen

Wer eine Steigerung der Libido lieber pflanzlich erreichen möchte, wird auch hier fündig: Es gibt etliche aphrodisierende Kräuter und pflanzliche Aphrodisiaka, die oftmals auch für Supplemente verwendet werden.

Maca aus den peruanischen Anden

Die Pflanze aus den Anden soll für Männer und Frauen gleichermaßen luststeigernd wirken. Bereits die Inkas verwendeten das Gewächs, um Kondition und Libido ihrer Krieger damit zu boosten.

Naturheilkundler gehen sogar soweit, Maca als das stärkste pflanzliche Aphrodisiakum überhaupt zu beschreiben. Das dürfte insbesondere am hohen Gehalt von Sterolen liegen, die dem Sexualhormon Testosteron ähneln.

Darüber hinaus verfügt Maca über sehr viele Mineralien und Spurenelemente wie Selen, Zink oder Magnesium. Dieser Cocktail verleiht dem Körper Energie, weshalb Maca nicht nur als Lust- sondern auch als Ausdauer steigernd gilt.

Die Beeren des Mönchspfeffer

Mönchspfeffer ist seit der Antike als bewährte Heilpflanze bekannt, wird aber ebenso als Aphrodisiakum verwendet. Man sagt ihm nach, die Libido in Einklang bringen zu können. Tatsächlich wird Mönchspfeffer dazu verwendet, um, den weiblichen Zyklus auszugleichen und um PMS oder Fruchtbarkeitsstörungen zu lindern.

Er setzt sich zudem als Wirkstoff gegen weibliche Unlust durch.
Auch beim Mann zeigt der Mönchspfeffer Wirkung. So soll der Mönchspfeffer in geringen Dosen die Potenz fördern und luststeigernd wirken. Auch bei Männern wirkt die Pflanze nämlich hormonell ausgleichend.

Bockshornklee aus der ayurvedischen Medizin

Bockshornklee ist vor allem im Ayurveda weit verbreitet. In Indien setzt man die Pflanze schon seit Jahrhunderten als Aphrodisiakum ein und auch hierzulande setzt sie sich als Mittel gegen sexuelle Unlust mehr und mehr durch. Den Samen der Pflanze wird eine stimulierende Wirkung nachgesagt und sie sollen in der Lage sein, den Testosteronspiegel zu erhöhen. So hat der Bockshornklee insbesondere für den Mann eine libidofördernde Wirkung.

Symptome, Gründe und Tipps für sexuelle Unlust bei Frau oder sexuelle Unlust beim Mann erfährst du in unseren weiteren Beiträgen.

Safran als Aphrodisiakum

Safran gilt nicht nur als “Küchengold”. Das feingelbe Gewürz soll insbesondere bei Frauen lustanregend wirken. So wird Safran sowohl in der alten indischen Heilkunde als auch im orientalischen Raum als Aphrodisiakum eingesetzt. “Schuld” daran sollen die darin enthaltenen ätherischen Öle sein. Sie sollen den Kreislauf anregen und damit unsere Libido steigern.

Ginseng - natürliches Aphrodisiakum aus Asien

Ginseng galt bereits im alten Asien als Königin der Heilpflanzen. Die darin enthaltene Aminosäure Arginin soll dafür verantwortlich sein, dass Ginseng unsere sexuelle Lust steigert. Der Wirkstoff soll aphrodisierend wirken. Zudem stecken in der Pflanze Phytosterole, Polyazetylene und Ginsenoside, die bei Erektionsproblemen wirksam sein sollen. Ginseng ist daher für seine Wirkung auf die Potenz beliebt und wird als Potenzmittel verwendet.

Vitamine und Mineralien

Auch Vitamine und Mineralien haben Einfluss auf unser Liebesleben. So sind Vitamin B 6 und B12, Vitamin E, Magnesium und Zink beispielsweise an unserer hormonellen Synthese und an der Produktion von Spermien beteiligt.

Vitamin B6 spielt zudem bei der Testosteronproduktion eine Rolle, Vitamin B12 stärkt und entspannt unser Nervensystem. Vitamin E hat als Antioxidant eine gefäßerweiternde Wirkung und auch Magnesium ist bei der Produktion von Sexualhormonen involviert und sorgt dafür, dass Informationen zwischen unseren Nervenzellen optimal weitergeleitet werden. Zink wiederum spielt bei der Testosteronproduktion im Hoden eine wichtige Rolle.

 

Passion

 

All diese Prozesse sind wichtig für ein funktionierendes Sexualleben. Man geht davon aus, dass die Supplementierung dieser Vitamine und Mineralien daher tatsächlich Potenz und Lustempfinden steigern können.

Fazit

Natürliche Luststeigerung ist sowohl in Form von veganen oder tierischen Lebensmitteln als auch in Form von pflanzlichen Wirkstoffen möglich. Es gibt hochwertige Nahrungsergänzungsmittel, die auf effektive Weise mehrere dieser natürlichen Wirkstoffe kombinieren - auf Dauer sicher eine praktikablere Idee als beispielsweise täglich Austern zu essen.

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