Oxytocin »
Autor*in31.08.2022
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Annette Steiner-Kienzler

Als Apothekerin sind höchste Qualität und Transparenz, beste Inhaltsstoffe und eine wissenschaftliche Basis mein Anspruch. Verfügbare Nahrungsergänzungsmittel auf dem Markt haben mich allesamt nicht überzeugt, weshalb ich die Produkte von qinao entwickelt habe.

Als Apothekerin sind höchste Qualität und Transparenz, beste Inhaltsstoffe und eine wissenschaftliche Basis mein Anspruch. Verfügbare Nahrungsergänzungsmittel auf dem Markt haben mich allesamt nicht überzeugt, weshalb ich die Produkte von qinao entwickelt habe.

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Als Apothekerin sind höchste Qualität und Transparenz, beste Inhaltsstoffe und eine wissenschaftliche Basis mein Anspruch. Verfügbare Nahrungsergänzungsmittel auf dem Markt haben mich allesamt nicht überzeugt, weshalb ich die Produkte von qinao entwickelt habe.

Im Gegensatz zu Serotonin oder Endorphine dürfte Oxytocin den wenigsten ein gängiger Begriff sein. Dabei ist das auch als Kuschelhormon bezeichnete Oxytocin das essentielle Hormon, wenn es um zwischenmenschliche Bindungen geht.

Es spielt sowohl für Liebespaare eine Rolle als auch für Mutter-Kind-Bindungen. Was passiert, wenn man davon einen Mangel hat und wie man Oxytocin natürlich erhöhen kann, wollen wir in diesem Ratgeber näher erläutern.

Was ist Oxytocin? 

Oxytocin ist ein Hormon, das im Gehirn gebildet wird, genauer gesagt vom Hypothalamus. Es kommt im Körper von allen Säugetieren vor und spielt bei der Paarbindung, Orgasmen, mütterlicher Bindung, Gruppen- und Angstverhalten eine Rolle. Oxytocin gilt daher auch als Bindungshormon oder Kuschelhormon.

Im Gehirn ist Oxytocin unter anderem für die die sexuelle Erregung, das Bindungsverhalten und die mütterliche Fürsorge für das Neugeborene verantwortlich.

Bei der Geburt löst Oxytocin Kontraktionen der Gebärmuttermuskulatur aus – besser bekannt als „Wehen“ . Um eine überfällige Geburt einzuleiten oder zu schwache Wehen zu verstärken, kann das Hormon daher als Medikament von außen zugeführt werden.

 

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Wann wird Oxytocin freigesetzt?

Oxytocin wird in Zusammenhang mit Reizen oder Berührungen freigesetzt. Das muss nicht zwingend Sex oder eine Berührung zwischen Liebespaaren sein. Auch das Umarmen von Freunden, eine wohltuende Massage oder das Streicheln des Haustieres kann das Oxytocin erhöhen. Aber auch anderen Reize, die in Zusammenhang mit einer Bindung stehen, können Oxytocin auslösen – ein schreiendes Baby beispielsweise oder schöne Komplimente.

Komplimente annehmen

Tatsächlich kommt es, wenn wir Komplimente hören, zur Oxytocin Ausschüttung. Die netten Worte bringen in uns sogar einen ganzen Hormon-Cocktail ins Rollen – Opioide, die Freude in uns auslösen, Dopamin, das uns nach weiterer Belohnung streben lässt und eben Oxytocin, das ein Bindungsgefühl zu der Person auslöst, die uns mit ihrer Anerkennung bedacht hat.

Die Freisetzung von Oxytocin sorgt dabei für ein Sicherheitsgefühl in unserem Gehirn. Wir fühlen uns dem entsprechenden Menschen vertraut und fühlen uns gut aufgehoben.

Oxytocin beim Sex & Kuscheln

Zur Oxytocin Ausschüttung kommt es natürlich auch beim Sex. Über Berührungsreize wird es in unserem Körper freigesetzt und sorgt dafür, dass wir beim Sex, aber auch beim Kuscheln, ein Bindungsgefühl zum anderen aufbauen.

Besonders nach dem sexuellen Höhepunkt kommt es bei beiden Geschlechtern zu einem größeren Oxytocin-Schub, der das Gefühl von Verbundenheit und Vertrautheit auslöst. Oxytocin bewirkt zudem, dass Männer das Gefühl bekommen, ihre Partnerin beschützen zu wollen.

Und damit nicht genug: Das Hormon hemmt das Kritikzentrum im Frontalhirn – es ist also das biologische Äquivalent zur rosaroten Brille. Außerdem macht es uns sanftmütig und unterstützt die Fähigkeit, Nähe zuzulassen.

Um die sexuelle Lust zu fördern, kann der Libido Booster helfen.

oxytocin sex und kuscheln

Weitere Hormone die beim Sex freigesetzt werden

Generell arbeiten unsere Hormone beim Geschlechtsverkehr auf Hochtouren. Neben Oxytocin gibt es noch einige weitere Hormone, die beim Sex freigesetzt werden. Ein ganzes Feuerwerk davon sogar.

  • Adrenalin: Adrenalin ist eigentlich ein Stresshormon, das Kreislauf und Stoffwechsel in Schwung bringt. Beim Sex wird es mit steigender Erregung produziert. Es bewirkt ein Ansteigen des Blutzuckerspiegels, Blutdruck und Herzschlag steigen.

  • Dopamin: Wenn wir durch intimen Körperkontakt sexuell erregt sind, steigt der Dopaminspiegel an und beim Orgasmus erleben wir schließlich eine regelrechte Dopamin-Explosion. Das erzeugt einen Zustand von Ausgeglichenheit und Glück.

  • Endorphine: Die beim Sex ausgeschütteten Endorphine sorgen für ein Stimmungshoch.

  • Östrogene und Progesteron, die weiblichen Hormone: Das weibliche Geschlechtshormon Östrogen sorgt bei der Frau dafür, dass die Scheide bei sexueller Erregung feuchter wird und sich die Gebärmutter aufrichtet. Zudem wird durch Östrogene der Beckenbodenbereich besser durchblutet

  • Testosteron, das männliche Hormon: Sexualität ohne das Lusthormon Testosteron ist undenkbar. Es sorgt generell für die Lust bei Mann und Frau.

  • Serotonin: Serotonin dominiert die Entspannungsphase nach dem Orgasmus. Das Paar fühlt sich wohl und ausgeglichen und komplett entspannt.

  • Prolaktin: Prolaktin wird ähnlich wie Serotonin beim Sex vermehrt gebildet. Es hilft, körperliche und seelische Anspannungen abzubauen.

Tiere streicheln

Oxytocin wird auch dann freigesetzt, wenn wir mit unseren Haustieren kuscheln. Immer dann, wenn wir ein Tier streicheln, schüttet unser Körper das Bindungshormon aus und wir spüren ein Gefühl von Geborgenheit, Glück und Verbundenheit.

Schau dir auch gern den Beitrag an: Glücklich sein - so kann es gehen!

Lecker essen gehen

Klingt komisch, ist aber so: auch leckeres Essen kann die Oxytocin-Produktion in unserem Körper anregen. Besonders eiweißreiche Kost wie Hähnchen und Nüsse bewirken diesen Effekt.

Haben wir eine köstliche Mahlzeit vor uns, fühlen wir uns geborgen und aufgehoben. Wir fühlen uns sicher und umsorgt, ganz so, wie wir früher bei Mama. Diese Assoziation regt die Hormonproduktion an.

Meditieren

Auch während einer Meditation schüttet unser Körper Oxytocin aus. Die Meditation bringt uns in einen Zustand der Entspannung und Geborgenheit. Wir sind eins mit uns selbst und bauen während den Achtsamkeitsübungen eine stärkere Bindung zu uns selbst auf. Diese emotionalen Reize beeinflussen unsere Oxytocin-Ausschüttung.

Welche Auswirkungen hat Oxytocin auf deinen Körper?

Die Wirkung von Oxytocin auf unseren Körper lässt sich ganz allgemein als Wohlbefinden, Geborgenheit und Zustand der Entspannung beschreiben. Es sorgt dafür, dass wir soziale Bindungen aufbauen können.
Wir wollen nachfolgend einige essentielle Wirkungsbereiche näher erläutern.

Wie du deine Glückshormone steigerst erklären wir dir in einem separaten Artikel.

Wirkung von Oxytocin auf zwischenmenschliche Beziehungen

Als sogenanntes Bindungshormon bewirkt es, dass wir eine Beziehung zueinander aufbauen und uns vertraut und verbunden fühlen. Es begleitet uns von den frühesten Momenten an, denn bereits beim Zeugungsakt spielt das Hormon eine wesentliche Rolle. Auch im Mutterleib, bei der Geburt und als Neugeborenes auf dem Arm der Eltern sorgt es für das sogenannte Bonding, also die Verbindung, die wir zueinander fühlen.

Unabhängig von Eltern-Kind-Beziehungen sorgt das Hormon dafür, dass wir uns mit Menschen verbunden und vertraut fühlen und eine Bindung mit ihnen eingehen wollen.

Wirkung von Oxytocin auf dein Stresslevel

Oxytocin senkt Cortisol-Spiegel und Blutdruck. Cortisol ist als Stresshormon dafür verantwortlich, dass wir angeregt oder aufgeregt werden. Zu viel oder eine dauerhafte Ausschüttung von Cortisol führen aber zu chronischem Stress und folglich einer gesundheitlichen Belastung.

Oxytocin kann Cortisol und damit das Stressgefühl in uns senken. So haben Kuscheln oder Sex eine stressmindernde Wirkung.

Wirkung von Oxytocin auf das Schmerzempfinden

Oxytocin hat zudem eine schmerzlindernde Wirkung. Oxytocin blockiert die Weiterleitung von Schmerzreizen im Rückenmark und hemmt gleichzeitig die Schmerzempfindung in der Körperperipherie.

Auswirkung von Oxytocin auf Organe im Körper

Das Kuschelhormon hat Auswirkungen auf einige inneren Organe in unserem Körper. Oxytocin fördert die Kontraktion von glatter Muskulatur. Im Gegensatz zur Skelettmuskulatur wird die glatte Muskulatur nicht bewusst gesteuert.

Unter Oxytocin-Einfluss stehen beispielsweise die Gebärmutter, Milchdrüsen und Blutgefäße. Durch das Zusammenziehen der Gebärmuttermuskulatur leitet Oxytocin die Wehen ein. Beim Stillen setzt Oxytocin Muttermilch aus den Milchdrüsen frei, indem es für Kontraktionen der Milchdrüsenmuskulatur sorgt.
Die Erweiterung der Blutgefäße durch Oxytocin führt zu einer erhöhten Wärmeabgabe während des Stillens an das Kind. Das steigert zusammen mit dem Körperkontakt wiederum die Oxytocin-Ausschüttung des Kindes.

Wir haben die Lösung - in diesen Beiträgen

Wie wirkt Oxytocin bei Männern & Frauen?

Oxytocin setzt seine Wirkung bei Männern und Frauen unterschiedlich frei.
Frauen haben eine besondere biologische Verbindung zum Oxytocin, die sich von Männern unterscheidet. Denn das Hormon ist auch der Auslöser von Geburtswehen und Milcheinschuss und nimmt so besonderen Einfluss auf die emotionale Bindung zu ihrem neugeborenen Baby.

Die unterschiedliche Oxytocin-Freisetzung bei Mann und Frau hat Auswirkung auf die Sexualität: Frauen wollen auf Gefühlsebene berührt werden. Um sich zu öffnen, möchten Geborgenheit und Teamgefühl spüren, zum Beispiel durch Umarmungen oder Anlehnen. Dann öffnen sich bei Frauen die Oxytocin-Schleusen.

Bei Männern ist es aber genau umgekehrt. Über die Lust bilden sie das Kuschelhormon Oxytocin und spüren so über die Sexualität die Verbindung zu ihrer Partnerin.

Um die sexuelle Lust zu fördern, kann der Libido Booster helfen.

Oxytocin Männer

Oxytocin macht Männer „treuer“, könnte man sagen.
Männer schütten, anders als Frauen, das meiste Oxytocin eben nicht bei Berührungen aus, sondern nach dem Orgasmus.

Durch diese Ausschüttung entstehen Verbundenheit und Nähe, die sich oft bei Männern auch darin äußert, dass sie ihre Frauen beschützen und eine starke Schulter sein möchten. Durch das Hormon gelingt es Männern leichter, Vertrauen aufzubauen und auch zu erhalten.

Oxytocin Frauen 

Bei Frauen sorgt Oxytocin bereits während der Schwangerschaft zu einer engen Bindung mit dem Baby, die während der Geburt und der ersten Berührungen nach der Geburt noch einmal verstärkt wird. Das Hormon wird bei Frauen unter anderem während des Entbindungsprozesses sowie beim Stillen produziert, um einerseits Wehen auszulösen und andererseits den Milchfluss zu erleichtern.

Erhöht werden kann der Oxytocin-Spiegel bei Frauen durch lange Streicheleinheiten und Umarmungen.

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Oxytocin Mangel - Symptome

Ocxytocinmangel im Erwachsenenalter kann durch einschneidende Lebensereignisse wie posttraumatische Belastungsstörungen und Traumata aus der Kindheit bewirkt werden. Doch auch permanente Einsamkeit oder Angstzustände können dazu beitragen, dass die Oxytocin-Produktion des Körpers eingeschränkt ist.

Symptome für Oxytocinmangel können psychischer und physischer Natur sein. Stimmungstiefs bis hin zu Depressionen, die nach einer Geburt auch als postnatale Depressionen auftreten können, beispielsweise. Außerdem kann sich Oxytocin-Mangel an einer Bindungsunfähigkeit bemerkbar machen.

Körperlich kann ein Mangel bei der Frau zu Komplikationen bei der Geburt und beim Stillen führen, Oxytocinmangel beim Mann zu Problemen bei der Ejakulation.

Ein chronischer Mangel an Oxytocin kann tatsächlich auch ein Grund für Übergewicht sein. Das Hormon spielt eine wichtige Rolle bei der Fettverbrennung.

Wir zeigen dir in einem separaten Artikel welche natürlichen Stimmungsmacher mehr Lust und Wohlbefinden in dir auslösen.

Kann man Oxytocin supplementieren?

Oxytocin wird, wenn beispielsweise bei Schwangeren ein akuter Mangel besteht, überwiegend als Infusion verabreicht. Weil der Wirkstoff so schnell im Körper inaktiviert wird, ist eine stetige Gabe nötig, um die Wirkung aufrecht zu erhalten.

Oxytocin kann man außerdem in Drogerienmärkten und Apotheken kaufen und einnehmen. Es gibt das Hormon dort vorwiegend in Form von Oxytocin Nasensprays. Man sollte dabei allerdings etwas Vorsicht walten lassen, da die Wirkstoffzusammensetzung nicht genau nachvollziehbar ist und die Forschung dazu weiterhin in den Kinderschuhen steckt. Da die Forschung die Wirkung des Hormons noch untersucht, ist hier von Nasensprays und Co. eher abzuraten.

Oxytocin in Lebensmitteln

In Lebensmitteln kommt Oxytocin nicht vor. Es wird rein in unserem Körper als Hormon produziert. Dennoch gibt es Nahrungsmittel, die ausgleichend auf unseren Hormonhaushalt wirken. Dazu gehört vorwiegend Obst und Gemüse wie Rosenkohl, Brokkoli, Grünkohl, Beeren oder grünes Blattgemüse, aber auch Walnüssen, Leinsamen oder Kurkuma. Smoothies mit einem oder mehreren dieser Zutaten können sich so hormonell ausgleichend auf uns auswirken.

Fazit

Oxytocin beeinflusst, wie intensiv wir soziale Reize empfinden. Es macht uns bindungsfähig und empathisch und trägt damit entscheidend zu einem genussvollen Liebesleben bei.

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Quellen

(1) https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-182010/oxytocin-macht-maenner-sensibler/