Müdigkeit nach dem Essen »  Was kann helfen?
Autor*in29.08.2022
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Annette Steiner-Kienzler

Als Apothekerin sind höchste Qualität und Transparenz, beste Inhaltsstoffe und eine wissenschaftliche Basis mein Anspruch.
Verfügbare Nahrungsergänzungsmittel auf dem Markt haben mich allesamt nicht überzeugt, weshalb ich die Produkte von qinao entwickelt habe.

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Verfügbare Nahrungsergänzungsmittel auf dem Markt haben mich allesamt nicht überzeugt, weshalb ich die Produkte von qinao entwickelt habe.

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Als Apothekerin sind höchste Qualität und Transparenz, beste Inhaltsstoffe und eine wissenschaftliche Basis mein Anspruch.
Verfügbare Nahrungsergänzungsmittel auf dem Markt haben mich allesamt nicht überzeugt, weshalb ich die Produkte von qinao entwickelt habe.

Jeder von uns kennt es: Die wohlverdiente Mittagspause ist vorbei, man möchte sich frisch und gestärkt wieder an die Arbeit machen, aber dann überfällt sie einen, die Müdigkeit nach dem Essen. Der Körper fühlt sich schwer und träge an und fast könnte man das Gefühl als komatöse Müdigkeit nach dem Essen beschreiben. Voller Elan weiterarbeiten ist da schier unmöglich. Der Mittagstisch aus der Kantine scheint unserem Körper alles abzuverlangen.

Woher kommt es, dass die meisten von uns, die vormittags noch produktiv und voller Tatendrang ans Werk gegangen sind, sich kurz nach dem Lunch wie ausgebremst fühlen und eigentlich gerne nur noch schlafen wollen.

Wir möchten in diesem Ratgeber klären, was extreme Müdigkeit nach dem Essen verursacht und wie man ihr effektiv entgegenwirken kann.

Nach dem Essen müde - Was versteht man unter einem Mittagstief?

Das eingangs beschriebene Mittagstief steht für die eintretende Müdigkeit nach dem Mittagessen. Der Fachausdruck dafür ist postprandiale Somnolenz und meint nichts anderes als ein Leistungstief.

Betroffene denken häufig, dass sie in der Nacht zu wenig Schlaf bekommen haben, doch das ist ein Irrtum. Postprandiale Müdigkeit ist völlig unabhängig davon, wie viel und wie gut man nachts geschlafen hat

Was du sonst noch gegen Müdigkeit tun kannst, erklärt dir dieser Artikel?

Warum wird man nach dem Essen müde?

Warum aber wird man nach dem Essen müde? Dafür gibt es verschiedene, ganz natürliche Gründe. Nach dem Essen benötigt unser Verdauungstrakt viel Energie, die er dem restlichen Körper in diesem Moment einfach entzieht.

Physisch und psychisch fährt man also runter. Das Blut, das für die Verarbeitung des Essens benötigt wird, steht unserem Gehirn für die Zeit nicht mehr zur Verfügung. Es kann dabei sogar zu einer Unterzuckerung kommen.

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Zudem kommt, dass unsere innere Uhr im 24-Stunden-Rhythmus funktioniert. Unsere Leistungskurve fällt um die Mittagszeit unserem Biorhythmus folgend ab.

Um die Müdigkeit nach dem Essen entgegenzuwirken, kann der Power Booster helfen.

Möglichkeit 1: Müdigkeit nach dem Essen durch Verdauungsarbeit

Nach dem Essen benötigt unser Körper Energie für die Verdauungsarbeit. Dabei liegt es auf der Hand: Wer schwer und fettig isst, verstärkt diesen Effekt. Jeder weiß aus eigener Erfahrung, dass ein frischer Sommersalat weit weniger zum sogenannten „Kantinenkoma“ beiträgt wie eine ordentliche Portion Currywurst mit Pommes.

Was genau auf dem Teller landen sollte, dabei scheiden sich allerdings die Geister:

Eine Studie der Universität Bowling Green State in Ohio fand beispielsweise heraus, dass es weniger die Kohlenhydrate sind, die uns in den Zustand der postprandialen Müdigkeit versetzen, sondern vielmehr Proteine und Salze. Grund dafür: der Körper muss sich für die Verdauung von Proteinen und Salzen – in der Kombination - mehr anstrengen und zudem mehr Energie aufwenden, um Nährstoffe daraus zu gewinnen.

Eine andere Studie der Universität in Cambridge will hingegen bewiesen haben, dass Eiweiße uns fitter und wacher halten. Sie fördern die Aktivierung der sogenannten Orexin-Zellen. Orexine sind Hormone, die uns wach halten und den Appetit regulieren. Glukosereiche Nährstofflösungen hingegen drosselten die Arbeitsleistung der Zellen.

Generell gilt: leichteres, gesünderes und ausgewogeneres Essen ist uns zuträglicher als Currywurst, Burger oder Käsespätzle. Zudem entscheidet die Portion. Wer sich den Teller allzu voll lädt, hat hinterher ganz sicher mit mehr Müdigkeit zu kämpfen.

Möglichkeit 2: Müdigkeit nach dem Essen aufgrund Unterzucker

Tatsächlich kann ein Grund für Müdigkeit nach dem Essen auch Unterzucker sein. Was zunächst konträr klingt, ist jedoch nicht zu unterschätzen: Besonders üppige Mahlzeiten dehnen unseren Magen.

Diese Magendehnung löst die Untezuckerung des Blutes, die sogenannte postprandiale Hypoglycämie, aus, da sie der Bauchspeicheldrüse signalisiert: „Achtung, gleich steigt der Blutzuckerspiegel!“

Als Folge davon schüttet die Bauchsspeicheldrüse Insulin aus, das den vorhandenen Blutzucker in die Depots in Leber und Muskulatur pumpt. In dem Moment fehlt der Blutzucker jedoch dem Gehirn als Energiequelle.

Das ist übrigens auch der Grund, warum viele von uns nach dem Essen Hunger auf Süßes haben. Da unser Gehirn nun müde ist, verlangt es nach Energie. (1)

Möglichkeit 3: Müdigkeit, die durch unseren Biorhythmus verursacht wird...

Der Biorhythmus wird von unserer inneren Uhr gesteuert. Wissenschaftler haben jedoch herausgefunden, dass wir nach mindestens zwei verschiedenen inneren Uhren funktionieren (2).

  • Die erste innere Uhr wird von Licht gesteuert und sorgt dafür, dass wir tagsüber wach und abends müde werden.
  • Die zweite innere Uhr wird über das Protein NPAS2 gesteuert. Ihr Zeitgeber sind sensorische Reize, die uns, evolutionär bedingt, die richtige Zeit für Nahrungsaufnahme und auch Nahrungsknappheit melden.

So ist es quasi unsere zweite innere Uhr, die sich mittags bemerkbar macht und uns in ein Leistungstief versetzt, da sie dann für Essen und Ausruhen schlägt. 

 

 

Müdigkeit nach dem Essen - Was kann helfen?

Wer nach dem Essen immer müde ist, kann dem mit einigen kleineren Tricks entgegenwirken. Schon ein paar einfach Kniffe können uns helfen, unser Mittagstief zu überwinden. Bauen wir sie in unseren Tagesablauf ein, können wir davon profitieren und uns nach der Mittagspause auf Dauer weniger komatös fühlen. 

1. Verdauungsspaziergang nach dem Essen

Ein Spaziergang nach dem Essen wirkt tatsächlich Wunder gegen die berühmte Müdigkeit nach dem Essen. Dabei geht es wohlgemerkt um moderate Bewegung. Ein Marathonlauf wäre dem vollen Bauch wenig zuträglich.

Die Bewegung sorgt in Zusammenhang mit der frischen Luft für eine bessere Durchblutung des Körpers und die Verdauung wird angeregt. Das sorgt für eine schnellere Verarbeitung des Essens.

Diese Tipps helfen dir, wenn du nicht weißt, was man gegen Müdigkeit tun kann.

2. Leichte Nahrung statt schwere Kost

Wie stark die Müdigkeit nach dem Mittagessen ist, hängt wesentlich von der Schwere der Lebensmittel ab. Wer sich Deftiges und Fettiges gönnt, wird sich sicherlich müder und schlapper fühlen. Gekochte Kartoffeln, Gemüse, Salate oder Fisch sind die bessere Wahl.

Generell sollte man keine Lebensmittel wählen, die tryptophan-haltig sind. Tryptophan regt nämlich die Produktion von Serotonin an, das uns wiederum entspannt und müde macht.

Einen hohen Gehalt an Tryptophan haben beispielsweise

  • Fleisch,
  • Sahnesoßen,
  • Käse,
  • Hülsenfrüchte
  • oder Ei.

Lebensmittel gegen Müdigkeit sind im Umkehrschluss all diejenigen mit niedrigem Tryptophan-Gehalt. Dazu zählen beispielsweise

  • Gurken,
  • Tomaten,
  • Roggenvollkornbrot,
  • Mais,
  • Äpfel,
  • Zitrusfrüchte,
  • Pfirsiche,
  • Buttermilch
  • oder Joghurt.

3. Weniger ist mehr - 80% Regel

Es ist außerdem ratsam, über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen, anstatt Riesenportionen zu essen. Auf diese Weise bleibt der Blutzuckerspiegel konstanter und man vermeidet das Müdigkeitsgefühl, das sich aus den Blutzuckerschwankungen ergibt.

Hierzu gibt es eine 80-Prozent-Regel: wer nur so viel isst, dass er sich zu maximal 80% satt fühlt, vermeidet ein unangenehmes Völlegefühl.

4. Viel Wasser trinken

Starke Müdigkeit nach dem Essen kann auch von einer Dehydrierung kommen. Die meisten Menschen trinken tagsüber viel zu wenig oder hangeln sich von einer Tasse Kaffee zur nächsten.

Mindestens 1,5 Liter Wasser, besser 2, sollten es sein. Wer weniger trinkt, fühlt sich aufgrund des Flüssigkeitsmangels müde und schlapp.
Übrigens ist das Gefühl für Hunger und Durst relativ identisch – viele Menschen verwechseln es daher und essen etwas, obwohl sie eigentlich durstig sind.

5. Frische Luft - gut durchlüften

Frische Luft ist eine Grundvoraussetzung, um sich fit und wach zu fühlen. Jeder von uns stößt beim Ausatmen Kohlenstoffdioxid (Co2) ab. Je höher der Co2-Wert ist, desto tiefer sinkt die Konzentration. Eine einfache antiproportionale Gleichung.

Aber auch Möbel, Boden- und Wandbelege geben chemische Substanzen ab, die unsere Luft verunreinigen.

Aus diesem Grund ist es wichtig, das Büro regelmäßig durchzulüften, um dem Mittagstief vorzubeugen.

 

 

6. Nahrungsergänzungsmittel gegen Müdigkeit

 

Wer nach dem Essen immer müde ist, steht öfter mal vor der Frage: Wie nur bekomme ich wieder Energie? Natürliche Nahrungsergänzungsmittel können durchaus effektiv sein. Wer tagsüber alles gibt und viel leistet, hat möglicherweise einen erhöhten Bedarf an Nährstoffen. Insbesondere

  • Vitamin C,
  • Vitamin B2 (Riboflavin),
  • Vitamin B6,
  • Vitamin B12,
  • Folsäure,
  • Niacin,
  • Pantothensäure
  • und Magnesium lassen uns wach und fit fühlen – bei einem Mangel hingegen sind wir müde und abgeschlafft.

Um dem vorzubeugen oder entgegenzuwirken, machen gezielte Nahrungsergänzungen während Belastungsphasen absolut Sinn.

Mit dem Power Booster ist Müdigkeit nach dem Essen Geschichte.

7. Höhenverstellbarer Schreibtisch - Stehen statt Sitzen

Wen die Müdigkeit am Arbeitsplatz generell übermannt, der kann mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch etwas dagegen tun. Gerade nach der Mittagspause kann Sitzen die Müdigkeit weiter verschlimmern.

Wer seinen Schreibtisch nach dem Essen hochstellt und eine Weile im Stehen weiterarbeitet, kann sich dadurch wacher und konzentrierter halten.

8. Workouts gegen das Mittagstief

Gegen das Mittagstief gibt es außerdem effektive Fünf-Minuten-Workouts. Sie lassen sich ganz einfach ohne Aufwand am Arbeitsplatz machen. Im Internet finden sich unter dem Stichwort „Büro Workout“ einige sehr gute Übungen zum Nachmachen, bei denen es mehrheitlich darum geht, die

  • Wirbelsäule zu dehnen,
  • die Schultern zu richten
  • und die Muskeln zu lockern.  

Fazit

Nach dem Mittagessen müde zu werden ist ein nur allzu bekanntes Phänomen. Einfach hinnehmen muss man das sogenannte „Kantinenkoma“ allerdings nicht. Mit ein paar einfachen Tricks und Gewohnheitsumstellungen, die die Ernährung, die Bewegung und den Büroalltag betreffen, lässt sich deutlich fitter durch den Tag kommen. 

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